Programm

Programm

 

Ihr wollt wissen, was Euch erwartet?

Liebe Tierfreunde,

 

wir wollen Euch mit verschiedenen Sinnen in die Welt der Tierschutzarbeit einführen. Ob als Sachtext, mit visuellen Impressionen oder zum Mitmachen - wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr euch für unsere sanfte Aufklärungsarbeit öffnet.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Entdecken, Lernen und Kommunizieren!

Informationsstände der regionalen Tierschutzvereine

 

Die Informationsstände der Tierschutzvereine bieten Euch anhand des Konzeptes Blick-ins-Wohnzimmer einerseits die Möglichkeit, Euch mit deren Räumlichkeiten und Tätigkeiten bekannt zu machen und andererseits stehen sie Euch für thematische Fragen zum Thema Tierhaltung und Tierschutz gerne beratend zur Seite. Macht Euch gerne vertraut mit den Vereinen, die sich in Eurer unmittelbaren Umgebung befinden. Darüber hinaus bieten verschiedene Aktionszelte bzw. Informationstafeln die Möglichkeit, die Tierwelt auch aus einer anderen Perspektive bzw. mit anderen Sinnen kennenzulernen, sei es spielerisch, kreativ oder einfach nur über visuelle Impressionen:

 

Sockentierchen und Wissensquiz

Der Deutsche Tierschutzbund Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. bietet eine Bastelaktion nicht nur für Kinder an. Auch Hundefreunde und -halter können an diesem Stand ein Hundespielzeug basteln. Das „Sockentierchen“ wird – wie der Name sagt – aus Socken hergestellt und ist somit ungefährlich für den Vierbeiner. Zudem kann zusätzlich durch ein Wissensquiz erforscht werden, ob die tierische Sprache von Hund und Katze richtig gedeutet wird oder Nachholbedarf besteht.

 

PETA ZWEI Streetteam klärt auf - die Wahrheit über Pelz!

Das Thema Echtpelz sorgt immer wieder für Diskussionen und es scheint, als würde ein Tierfreund niemals einen Pelz tragen. Doch leider sieht die Realität etwas anders aus. Durch die kostengünstige "Produktion" und mangelhafte Kennzeichnung des Echtfells, wird der Käufer massiv getäuscht und plötzlich ist der Kragen an der günstigen Jacke doch echt.

Aber wie schütze ich mich und die leidtragenden Tiere davor, die Pelzindustrie zu unterstützen? Bei einem Workshop zum Thema "Die Wahrheit über Pelz" , wird das freiwillige PETA ZWEI Streetteam Mayen/Koblenz den Besuchern dabei helfen, problemlos zu erkennen, ob es sich um echten, oder künstlichen Pelzbesatz handelt.

An verschiedenen Stationen sollen Fragen beantwortet und einige Tests gemacht werden. Alle Besucher des Tierschutzfestivals sind dazu eingeladen, das eigene Wissen zu testen. Zum Abschluss warten tolle Aufkleber und Infomaterial auf die Teilnehmer. Das freiwillige PETA ZWEI Streetteam Mayen/Koblenz leistet vor allem Aufklärungsarbeit rund um das Thema "Tierrechte".

Kinderschminken

Kreative Tiergesichter und Tiermasken dürfen auf keinen Fall fehlen! Im Kinderschminkzelt steht das Soulfood Team bereit und lädt kleine Gäste herzlich dazu ein, sich mit einem Tiermotiv schminken zu lassen, um sich z.B. in einen Löwen, eine Katze oder eine Maus zu verwandeln. Alternativ können (wartende) Kinder ihre eigene Kreativität gerne auch beim Malen ausleben.

Leselounge und Tierschutz-Lesekoffer

Das Kooperationsprojekt mit über 60 Buchverlagen, der Buchhandlung Reuffel und den Freunden des Tierschutzfestivals Mittelrhein e.V. möchte mit der gemütlich ausgestatteten Leselounge die Freude an Büchern mit/über Tiere(n) wecken und dabei gleichzeitig die Leseförderung unterstützen. In der Leselounge steht eine riesengroße Vielfalt an Tierbüchern zur Verfügung, die verschiedene Altersklassen, Lesetypen sowie Lesethemen berücksichtigt. Interessierte finden Bildbände, Sachbücher, Fachbücher, Romane, Lexika, Bilderbücher usw. Die Mannigfaltigkeit lässt sowohl die Herzen von kleinen Leseratten höher schlagen als auch die von größeren. Außerdem bieten die verschiedenen Fachrichtungen verschiedene Formen der Herangehensweise an Tierschutzthemen an, beispielsweise beim Mitfiebern von tierischen Protagonisten in Romanen, beim Betrachten von der Schönheit der Tierwelt in den Bildbänden oder bei Fachbüchern mit Aufklärungscharakter. Vielleicht findet der eine oder andere ein neues Lieblingsbuch, das er vielleicht sogar als ehrenamtlicher Tiervorleser in einer Tierschutzeinrichtung den Tieren vorlesen möchte? Leseübung wird dabei sinnvoll mit therapeutischer Tierarbeit verknüpft.

Die Bücher stammen von Verlagsspenden. Es ergab sich ein Befund von ca. 250 Exemplaren. Diesen vereinsinternen Buchbestand wollen die Freunde des Tierschutzfestivals Mittelrhein e.V. darüber hinaus für ein Schulprojekt nutzen. Am 04. Oktober, dem Welttierschutztag, kann aus dem Buchbestand eine Auswahl an Titeln für den Tierschutz-Lesekoffer zusammengestellt und von Schulklassen ausgeliehen werden. Bei Interesse bitte Kontakt an info@tierschutzfestival-mittelrhein.de oder tel. unter 02601-63 29 369.

Wir danken den Verlagen für Ihre wunderschöne wertvolle Buchspende: 360 Grad Verlag GmbH (BücherWege Vertrieb GmbH), ALADIN Verlag GmbH, Alias Entertainment (SamFilm GmbH), Animal Learn Verlag, Ansata (Random House), Arena Verlag GmbH, Ars Edition, Bassermann Verlag (Random House), Baumhaus (Bastei Lübbe), Beltz & Gelberg, BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, bmel (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft), BOJE (Bastei Lübbe), CBJ (Random House), Chiemgauer Verlagshaus, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, Dorling Kindersley Deutschland GmbH, Droemer Knaur GmbH & Co. KG, dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, FISCHER Verlage, Frederking & Thaler Verlag GmbH Freies Geistesleben (Verlag Urachhaus), Gerstenberg Verlag GmbH & Co. KG, Goldmann Verlag (Random House), Gulliver (Beltz & Gelberg), Heyne Verlag (Random House), Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG, ibidem-Verlag, Irisiana (Random House), Julius Beltz GmbH & Co. KG, JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH, KJB (FISCHER Verlage), Klett Kinderbuch Verlag, Knesebeck Verlag, KYNOS VERLAG Dr. Dieter Fleig GmbH, Loewe Verlag GmbH, Lotos (Random House), Ludwig Buchverlag (Random House), Magellan GmbH & Co. KG, Mair Dumont Spirallo (Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG), Meyers Kinderbibliothek (FISCHER Verlage), MSB Matthes & Seitz Berlin, Münchner Verlagsgruppe GmbH, Narayana Verlag, NordSüd (BücherWege Vertrieb GmbH), pala-verlag gmbh, Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH), Quelle & Meyer Verlag, Ravensburger AG, Riva (Münchner Verlagsgruppe GmbH), Rowohlt Verlag GmbH, Sauerländer (FISCHER Verlage), Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Schneider Verlag Hohengehren GmbH, teNeues Media GmbH & Co. KG, Tessloff Verlag, Thienemann-Esslinger Verlag, Verlag Friedrich Oetinger GmbH, Verlag Urachhaus, WiSa.

 

Erinnerungsarbeit mit älteren Menschen

Das Kooperationsprojekt von den Freunden des Tierschutzfestivals Mittelrhein e.V. mit den Einrichtungen P + Ihr Pflegeservice Koblenz GmbH sowie Seniorenheim Oberbieber präsentiert in einer Vernissage die kreativen Werke von älteren Menschen im Umgang mit tierischen Freunden. Viele ältere Menschen haben oder hatten ein Haustier oder einen Bezug zu Tieren. Tiere werden von Ihnen als Partner empfunden, wo der Verlust des geliebten treuen Freundes genauso schmerzt wie der Verlust eines Familienmitgliedes. Das Projekt Erinnerungsarbeit zielt darauf ab, dass die „Senioren“ aus dieser schönen Beziehung eine Art Porträt herstellen. Wer wollte, konnte seine Erinnerungen auch verschriftlichen. Mit diesen persönlichen Zeugnissen wollten die Freunde des Tierschutzfestivals Mittelrhein e.V. zum einen eine weitere wichtige Zielgruppe integrieren und zum anderen wollten sie den Bürgern zeigen, wie tief und wertvoll so eine Tier-Mensch-Beziehung sein kann. Bei dieser Erinnerungsarbeit ging es nicht nur um eine Aktivitätsübung für Senioren und/oder bei Demenzerkrankungen, sondern auch um den Hinweis von therapeutischen Einsatzmöglichkeiten von Tier-Mensch-Beziehungen:

Tiere lieben bedingungslos, sie haben keinerlei Vorurteile und gleichzeitig fordern sie auch verantwortliches Handeln von uns ein. Es ist gilt als längst erwiesene Tatsache, dass die gemeinsame Arbeit zwischen Mensch und Tier aufbauende Auswirkungen auf Motivation, Genesung und Stimmungslage hat. So wird z.B. beim Ball spielen oder Streicheln spielerisch die Motorik geübt. Durch den Körperkontakt können wiederum Bedürfnisse wie Nähe, Zuwendung und Liebkosung erlebt werden. Insgesamt sprechen Menschen, die mit Tieren therapiert werden, nachweislich besser auf Medikamente an, die Lebensqualität wird erhöht und chronische Schmerzustände nehmen ab. Inzwischen sind tiergestützte Therapieeinsätze alltäglich geworden, doch leider wird davon immer noch viel zu wenig Gebrauch gemacht—mitunter auch deshalb, weil bei solchen Kooperationsprojekten mit beispielsweise Tierschutzvereinen die ehrenamtlichen Helfer fehlen.

Besondere Lesetipps zu diesem Thema:

  • Tiergestützte Intervention: Methoden und tiergerechter Einsatz in Therapie, Pädagogik und Förderung. 88 Fragen & Antworten von Carola Otterstedt
  • Tiere als Therapie. Neue Wege in Erziehung und Heilung von Sylvia Greiffenhagen

 

Animal hoarding

‚Animal hoarding‘ ist die offizielle (engl.) Bezeichnung dafür, wenn eine Vielzahl von Tieren auf engem Raum gehalten werden, ohne die Mindestanforderungen an Nahrung, Hygiene oder tierärztlicher Versorgung gewährleisten zu können. Eigentliche Tierliebe entwickelt sich zur krankhaften Sucht und somit zum großen Leid für die Tiere. Jeder einzelne Fall stellt für die Tierschutzvereine eine extreme Belastung dar. Da die Tiere in einem schlimmen Zustand sind, ist der Aufwand, sie zu versorgen, riesig. Das kostet Zeit, Geld, sprengt die Platzkapazitäten und belastet die Tierschützer emotional enorm. Die Freunde des Tierschutzfestivals Mittelrhein e.V. stellen eine Wohnzimmerszenerie mit Plüschtieren nach, um diese Problematik (annähernd) vor Augen zu führen. Die Infotafeln und das Bildmaterial werden von Aktion Tier—Menschen für Tiere e.V. zur Verfügung gestellt.

Helfen Sie mit! Seien Sie aufmerksame Nachbarn und melden etwaige Verstöße den Behörden und Tierschutzvereinen. Die Tiere können nichts dafür und brauchen aber Eure Hilfe!

Tierversuche

13 Schautafeln veranschaulichen den (Un)Sinn von Tierversuchen. Die Texte wurden von dem Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V. erstellt, die sich dem Aufklärungsmotto widmen: „Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“

Tatort Wald-Meer-Müll-Tiere

Pestizide, Herbizide, Kunstdünger, Reinigungsmittel, Abwasser, Öl und Unmengen an Plastikteilchen und anderen Festkörpern machen unsere Ozeane zur Sondermülldeponie. 80% des Mülls gelangt jedes Jahr allein vom Festland über Abwasserkanäle und Flüsse, Windverwehung oder Eintrag über die Strände ins Meer. Trotz Verbot durch internationales Recht stammen zudem 20% des Meermülls von Schiffen. Das achtlose Verhalten unserer Wegwerfgesellschaft kostet Millionen von Meerestieren das Leben und was wir sehen ist nur die Spitze des Eisbergs: Lediglich 15 % des Meeresmülls treiben an der Wasseroberfläche, 70 % landen auf dem Grund und weitere 15 % erreichen irgendwann die Küsten! Die Zahlen der Plastikmüllopfer sind gravierend und gehen in die Millionen. Hält der aktuelle Trend der Vermüllung ungebremst an, wird bis zum Jahr 2050 das Gewicht des Plastikmülls, der im Meer treibt, jenes der Fische übersteigen, die darin leben. Aber auch der Müll im Wald hat weitreichende Konsequenzen für die dort lebenden Tiere, die Natur und auch für uns! Müll verursacht Waldbrände; Müll verletzt Tiere und Müll bringt Schadstoffe ins Grundwasser.

Abfallvermeidung und Recycling tragen dazu bei, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt unserer zu erhalten. Neben Politik und Industrie ist jeder Einzelne gefragt!

 

Unterhaltungsindustrie Tiere

Die meisten Tiere, die in Zirkussen, Varietés, Tierschauen oder ähnlichen mobilen Einrichtungen gehalten werden, verbringen einen großen Teil ihres Lebens in engen Transportwagen oder wenig strukturierten Gehegen. Diese bieten den Tieren meist nur stark eingeschränkte Beschäftigungs-, Bewegungs- und Rückzugsmöglichkeiten. Ein Einzelgänger wie der Tiger wird mit Artgenossen zusammengepfercht, hochsoziale Elefanten werden einzeln gehalten und stehen stundenlang an der Kette, Elefanten, die unnatürliche und belastende Tricks zeigen, wie auf den Hinterbeinen stehen, sitzen oder Kopf-/Rüsselstand, Giraffen, Flusspferde und Nashörner, die sinnlos im Kreis laufen, permanente Nähe zu Menschen, Lärm und Lichteffekten. Solche Dressurnummern sind das Ergebnis fragwürdiger Trainingsmethoden und Unterwerfung und keineswegs eine Abwechslung im bewegungsarmen Alltag der Tiere. Die Folgen sind schwere Verhaltensstörungen: Stereotypien, Aggressionen oder Apathie. Helfen Sie mit und meiden Sie solche Einrichtungen!

Artenschutz

In den letzten zwei Jahrzehnten lag die Bandbreite der geschätzten Zahl aller Tier- und Pflanzenarten zwischen 3,6 Mio. bis hin zu 112 Mio. geschätzten Arten weltweit. Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN sind weltweit über 7.700 Tierarten vom Aussterben bedroht: von Elefanten und Gorillas über Reptilien und Vögel bis hin zu Insekten. Dies entspricht etwa 20% aller bekannten Säugetierarten und über 10% aller bekannten Vogelarten. Von den einheimischen Tierarten in Deutschland sind 35%, von den Pflanzenarten 26% bestandsgefährdet. Rund 34.000 Arten sind damit derzeit vom Aussterben bedroht. Gründe für das Artensterben: 1) Zerstörung, Zerschneidung und Flächenverluste natürlicher Lebensräume als Hauptproblem à 80% der vom Aussterben bedrohten Spezies verdanken ihren Status der Zerstörung ihrer natürlichen Lebenswelt; 2) Umweltverschmutzung und dadurch bedingte Krankheiten; 3) Ausbeutung des Tier- und Pflanzenreiches ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit; 4) Einführung fremder Tier- und Pflanzenarten, die sich mangels natürlicher Feinde sprunghaft vermehren und einheimische Spezies vernichten; 5) ca. 5 Prozent der bereits ausgestorbenen Landwirbeltiere, zu denen Vögel, Amphibien, Reptilien und Säugetiere gehören, verdanken ihr Schicksal neu eingeschleppten Arten und 6) Klimawandel.

 

Tierschutz im Garten

Vögeln und anderen Gartentieren mangelt es immer mehr an natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten, Futterquellen und Nistplätzen. Das Verschwinden überlebensnotwendiger Wohnräume hat nicht nur einen drastischen Rückgang von Tierpopulationen zur Folge, sondern man muss bereits von einer Gefährdung von heimischen Tierarten sprechen! Tierschutzmaßnahmen im Garten (oder auf dem Balkon) können einen wichtigen Beitrag zum Tier-/Artenschutz leisten. Wie viele Wildtiere in unserem Garten leben, hängt direkt von der Gestaltung und Pflege des Grundstückes ab. Je naturnaher der Garten/Balkon gepflegt wird, je weniger ‚aufgeräumt‘ wird, desto mehr Tiere finden Nahrung, Unterschlüpfe und Nistmöglichkeiten. Zusätzlich können gezielte Maßnahmen verschiedene Tierarten gleichzeitig unterstützen, sofern für jede Tierart genügend Raum und Nahrung zur Verfügung steht.

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Freunde des Tierschutzfestivals Mittelrhein e.V.

 

Rudolf-Gelhard-Straße 12

56170 Bendorf-Stromberg

 

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