Krötensammeln

Krötensammeln

Wenn es wärmer wird und das Thermometer nachts nicht mehr als unter 5 Grad Celsius fällt, spüren die Amphibien, dass es Zeit ist, aus ihrer Winterstarre zu erwachen Meist ist das um den 20 März herum Kröten, Frösche und Molche machen sich dann auf den Weg genau zu dem Gewässer, in dem sie geboren wurden, um sich zu paaren und ebenfalls dort ihre Eier abzulegen. Leider ist dieser als Krötenwanderung bekannte Marsch für die Amphibien oft der Letzte, denn während ihrer Laichwanderungen müssen sie viele befahrene Straßen überqueren. Viele Tiere überleben das nicht Autofahrer können die Tiere sehr schlecht erkennen, denn sie wandern vor allem nachts (dann ist die Luftfeuchtigkeit höher und sie trocknen nicht so schnell aus). Vor allem Kröten sind sehr langsam, um auf die andere Seite zu gelangen Sie sterben aber nicht nur durch das direkte Überrollen unter den Autoreifen. Auch der geschwindigkeitsabhängige Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn macht ihnen zu schaffen Eine weitere Gefahr sind Gullys. Sie fallen hinein und verhungern dort, weil sie nicht mehr hinausklettern können.


Wenn sich in der Nähe einer Straße ein Gewässer befindet, stellen Naturschutzorganisationen kniehohe Zäune aus Plastikplanen auf. Das sind so genannte Krötenschutzzäune. Zusätzlich graben sie in regelmäßigen Abständen Eimer in den Boden. Die Tiere können nicht so hochhüpfen und bewegen sich so lange am Zaun entlang, bis sie in einen Eimer fallen. Die Eimer werden jeden Tag kontrolliert und die Tiere auf der anderen Straßenseite wieder ausgesetzt. Die Helfer spielen quasi Krötentaxi.


Seit 2020 findet so eine jährliche Krötensammelaktion in Breitenau statt (organisiert vom NABU), an der sich unser Verein beteiligt.